Tag Archive for sebastian deya

Widerstand zwecklos

Ein Dankeschön an S. Deya!

Einsam fliegt ein Teppich durch die Wolken
wo wir gestern noch Träume molken
reibt einsam die Hand nun an der Lampe
verlassen steh´ ich vor der Rampe

Träume einsam meinen Traum vom Fliegen
von den Welten, die dahinter liegen
träume einsam meinen Traum vom Siegen
dich sicher hier im Arm zu wiegen

Seh´s vor mir steh´n, dass güld´ne Ganze
sehe blitzend Augen in dem Glanze
es steht wie starr vor mir, in seiner Kälte
kein Wort, dass meine Nacht erhellte

Doch ich reibe unbehelligt, einfach weiter
die Trauer macht mich oft gar heiter
kann nicht aufhören, muss dich berühren
lass´ die warmen Finger Feder führen

Du lehrst mir so streng, was ich vermisse
gabst mir erst Sinn, für das Gewisse
selbst´s Gold in der Hand reizt mich nicht
spiegelt im Glanze nur dein Gesicht

© Sebastian Deya Februar 2012

Pacaveli`s Gedankenblog

Aus-wege

Die Kurse fallen, Banken wanken
Menschen sterben, Panzer tanken
Kinder, die im Blut ertrinken
Mütter, die zum Abschied winken
teures Öl und Diamanten
tote Kinder, die sie fanden
die Tat, sie macht den Täter groß
wofür tausend Opfer leiden bloß
es fließt das Geld so zu den Reichen
belebt das Spiel von reichen Scheichen
die gut geölt am schönen Strande
vernehmen gut gebräunt, am Rande
die armen Menschen, die verbleichen
für die Sonnenbräune ihresgleichen
unter Türmen aus gehäuften Zahlen
werden Menschenrechte so zermahlen
zwischen Banken, bis auf´s letzte leer
der mit der Macht trabt nebenher
die Banken, bis auf´s Letzte leer
verleih´n ganz einfach immer mehr
so wird’s am Ende denen bleiben
die die Aktien und die Heere treiben
wenn Kurse fallen, Banken wanken
Menschen sterben, Panzer tanken
für unsereins, viel Feind, viel Ehr´
für unsereins? Ach woher?
Gemeinsam auf dem Weg zum Ende
sucht sich jeder seine eig´ne Wende
auf den Strassen, unter Linden
will jeder seinen Aus-Weg finden
und will einer ihn mal anders sehen
hören alle auf, den Weg zu gehen
lassen Hoffnungen und Zeit verstreichen
während Menschen sterben und verbleichen
doch Zeit ist´s längst, könnt ihr es sehen
für uns GEMEINSAM aufzustehen!

© Sebastian Deya Dezember 2011

If I die tonight

Seh´ dich mit deinen Kittys, vor mir liegen
wo ich, wieder mal, nicht schlafen darf
würde so gerne dich im Arm jetzt wiegen
doch Nacht, die lange Schatten warf

Sie hat mein Herze mit dem Traum geeint
ich hab´ so Angst vor diesem Tag
noch nie im Leben, je so bitter geweint
wenn´s Herz mal nicht mehr mag

Zieht´s mich hoch, es lässt mich schreien
mit meinen Füssen, am oberen Ende
meine Hand nach deiner, Halt mir zu leihen
letzten Weg zu gehen, ohne Wende

Nur du sitzt noch lange, an meinem Grabe
während man am Schmause labend
malst die Liebe im Dreck, mit Fingerfarbe
halt meine Hand, bis in den Abend

Wenn du gehst, lässt du mir  Kitty sitzen
mit deinem kleinen Regenschirmchen
ich schick dir hindurch, durch die Ritzen
nochmal ein kleines Regenwürmchen

Du schaust es dir an und lässt es erzählen
nah am Herzen, die Hoffnung bringen
können sie mich dann nicht mehr quälen
so will ich dort mein Liedchen singen

Ich will nicht ewig noch Maschine sein
den anderen nur, Wärme zu spenden
will auch ganz nah, dem Sonnenschein
darin, am Ende mich so abzuwenden

Möchte einmal gern´ selbst schön träumen
sie nicht nach Celli schreien hören
einmal nur die Bäume, sich aufzubäumen
soll keiner meinen Traum zerstören

Du, mein Schatz, liebe dich wirklich, sehr
schreibe es nun, hier für alle Ewigkeit
diesen Schatz, den gab mir unsre Liebe her
im schönsten Gedicht, der unseren Zeit

Denn, du wirst mich, bis da oben berühren
in Sonne selbst und glühenden  Hitzen
lasse dich Kühlung durch den Regen spüren
zwei sicher unter´m Schirme sitzen

Mit traurigsten Augen, so siehst du mich an
es wird, dem ewig die Liebe, doch nie alt
doch Glück im Schatz, nimmst´s an, sodann
werde ich friedlich und nur langsam  kalt

© Sebastian Deya Nov. 2011

Gedachtes, Gedanken und Gedichte