Tag Archive for lyrik

Hallo

Ich
Schreibe
Dir

Weil du fast unhörbar,
„Hallo“ sagtest.
In meinem Traum.

Du hattest mich
Im Auge
Wie ich dich.
In meinem Traum.

Nach allen Nächten nichts
Nach allen Tagen, noch immer nichts

Von dir gehört, gesehen
War  es dann endlich klar
Was zwischen uns gewesen war

Mit deinem unhörbarem
„Hallo“ für mich

NICHTS.
Nur der Traum.

„Ein leichtbewegtes Herz  ist ein übles Gut“
Hat Goethe mal geschrieben
An seinen Freund

Für sich
Für mich
Für dich.

Gerhardt vandenBosch, Januar 2012

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Aus-wege

Die Kurse fallen, Banken wanken
Menschen sterben, Panzer tanken
Kinder, die im Blut ertrinken
Mütter, die zum Abschied winken
teures Öl und Diamanten
tote Kinder, die sie fanden
die Tat, sie macht den Täter groß
wofür tausend Opfer leiden bloß
es fließt das Geld so zu den Reichen
belebt das Spiel von reichen Scheichen
die gut geölt am schönen Strande
vernehmen gut gebräunt, am Rande
die armen Menschen, die verbleichen
für die Sonnenbräune ihresgleichen
unter Türmen aus gehäuften Zahlen
werden Menschenrechte so zermahlen
zwischen Banken, bis auf´s letzte leer
der mit der Macht trabt nebenher
die Banken, bis auf´s Letzte leer
verleih´n ganz einfach immer mehr
so wird’s am Ende denen bleiben
die die Aktien und die Heere treiben
wenn Kurse fallen, Banken wanken
Menschen sterben, Panzer tanken
für unsereins, viel Feind, viel Ehr´
für unsereins? Ach woher?
Gemeinsam auf dem Weg zum Ende
sucht sich jeder seine eig´ne Wende
auf den Strassen, unter Linden
will jeder seinen Aus-Weg finden
und will einer ihn mal anders sehen
hören alle auf, den Weg zu gehen
lassen Hoffnungen und Zeit verstreichen
während Menschen sterben und verbleichen
doch Zeit ist´s längst, könnt ihr es sehen
für uns GEMEINSAM aufzustehen!

© Sebastian Deya Dezember 2011

Nimm mich mit

Im Schatten des Ouroboros und Flügelschlag der Friedenstauben
Verlier´ich mich in deinem Blick, deinen roten Augen
beschimpfst mich wegen Banalitäten, unzähliger Laster
Mir missfällt der Klang deiner Worte wie Basta,
wenn du fuchtelst mit Händen
unter Tränen mir sagst du willst es beenden

Bewirfst mich mit dem achten Gebot, dem großen Buch
dann mit Shakespeare und John Dryden,
Audrey Tautou
oder mit Werthers Leiden

Und um auszuwerfen den Rettungsring du mich fragst
ob ich nicht verreisen mag
zur Milchstraße hin und nicht zurück
Ja, ich will, hoffend mit ´nem Quentchen Glück

dass du nicht gehst, dich verirrst im Unendlich -  Orbit
Wenn du gehst, dann nimm mich mit!

Diogenes von Sinope.

Diogenes von Sinope von Gerhardt vandenBosch

Diogenes von Synope, der wohnte in der Tonne
Meistens  am Strand und in der  Sonne
Diogenes , der hatte   keinen  Hunger und kein Durst
Der Rest von Europa war ihm Wurst.

Bis  eine Bank ihn davon überzeugte
Dass er größere  Kredite  bräuchte.
Der Grieche :
„Mein  Reichtum  ist die Sonne
Und natürlich auch die Tonne.“

Die  Bank
Die Bank  sagte unter geschäftliches  weinen .
Das können Sie nicht meinen.

Diogenes
Der ging wieder  in die Tonne
Und als  der EU- Beamte  kam
Lag er wieder in der Sonne.

Der Beamte :
Ich bin der Gerichtsvollzieher.
Was treibt Sie denn vom Land  hierher
Ich hab in dein Betriebsbilanz geguckt
Wo bleibt ja denn das Bruto  Inlandisch Produkt

Diogenes :
„Bei Gott und alles in der Welt
Mein Reichtum  ist kein Geld
Es  hängt am Himmel und liegt in Gottes Hand.
Mein  Besitz und mein Kredit , das alles  hängt da oben
Und der Sonne  Zinsen kann ich nur loben.

Der Beamte fing schon an  zu rapportieren:
„Als Pfand bietet  es  die Sonne und das Sand
Statt zu produzieren  will es  philosophieren
Über ein Leben an dem gelben Strand.

Ein gutes statt ein reiches  Leben in der  Griechen Land
gab es  in dieser Tonne  an dem  Strand.
Dort  war das reiche Philosophenland,
das man  niemals  wieder fand.

Diogen  demeurait  dans une

© Gerhardt vandenBosch, September 2011