Tag Archive for gedicht

Krise

Die Welt die Wirtschaft steckt in einer Krise
Vorstandsgehälter, Mindestlohn
Länder, Läden, Banken wissen schon
es fehlt an Geld sie machen Miese

Die kranken Kassen leisten widerwillig
verlangen viel
als wär Gesundheit ein leichtes Spiel
Kranke, Kinder, Hartz4 Kollegen kaufen billig
um zu überleben
falsch zu denken, man könne hier nach Glücke streben

Stattdessen sparen,
knappsen, Billigwaren
ohne Perspektive
oder Alternative
Rosen, Tulpen, Nelken
alle diese welken
Nur diese eine nicht
sie heißt: “Lieber Staat, vergiß mein nicht!”

Was kann ich tun, was lass ich lieber
Aktienkurse steigen und sinken wieder
Geld, Monopol und zig Millionen
zählen mehr als die Visionen
der Menschen oder Massen,
des Denkers, Querulanten
und Anarchisten mit all seinen Bekannten

Drum ruf ich auf
lauf Jäger lauf so lautet die Devise
Wir erfinden neu den Sinn dieser Welt
klicken auf alles, was uns gefällt
Drucken unser eigenes Geld
und schaffen unsere eigene Krise

© Vendog

Hallo

Ich
Schreibe
Dir

Weil du fast unhörbar,
„Hallo“ sagtest.
In meinem Traum.

Du hattest mich
Im Auge
Wie ich dich.
In meinem Traum.

Nach allen Nächten nichts
Nach allen Tagen, noch immer nichts

Von dir gehört, gesehen
War  es dann endlich klar
Was zwischen uns gewesen war

Mit deinem unhörbarem
„Hallo“ für mich

NICHTS.
Nur der Traum.

„Ein leichtbewegtes Herz  ist ein übles Gut“
Hat Goethe mal geschrieben
An seinen Freund

Für sich
Für mich
Für dich.

Gerhardt vandenBosch, Januar 2012

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An mein Pseudonym

An mein Pseudonym, geschrieben von Gerhardt vandenBosch

Jetzt sag ich´s dir: Ich habe dich
Mein  Leben  lang   ertragen.
In guten und in bösen Tagen
Gib  es zu. Sei  ehrlich.

Nun  frage  ich  dich:  Ertrage auch mich.
Ich möchte gern – weil ich das brauche-
Der  Durchschnitt  sein, wofür  ich tauge.
Ertrage  jetzt  dein zweites ich.

Lasse  mich,  dein anderes Dich
Lasse  mich  meine eigenen Worte sagen
Hör auf mich immer  wieder  abzufragen
Bin ich dich oder bin ich mich.

Als dein Zwillingsbruder , dein zweites ich
Lasse mich sein
Mein  unauffällig
Unauffällig  , unempfindlich: Ich.

© Gerhardt vandenBosch, November 2011

Unpolitische Gedichte

Des Kaisers Kleider

Gerhardt vandenBosch schrieb “Des Kaisers Kleider” Oktober 2011

Stete Wahrheit ist das Wort des Mächtigen

Nur der Narre muss des Unfugs ihn verdächtigen

Nur Dummerjan sagt: “Ja, Hoheitskleider, nicht mehr da“

Und da steht der Kaiser in seinem kaiserlichen Pyjama.

 

Dem Narren ist’s erlaubt zu sagen

Was alle anderen nicht wagen.

Er sagt jetzt laut und mit verdecktem Grinsen:

„Die Banken nehmen Wucherzinsen.

 

Wucher ist nicht nett, und wohl unsittlich

Dieser Narr meint, solche Verträge sind ungültig.

Gegenüber einem einzelnen H4 Empfänger,

Auch gegenüber allen Tsirtaki-Sängern.“

 

Stete Wahrheit ist das Wort des Mächtigen

Nur der Narr darf des Unfugs ihn verdächtigen

Nur er sagt einfach: „Ja, Hoheitsschuldner nicht mehr da“

Und dann lacht der Banken Kaiser im kaiserlichen Pyjama.

 

Allen bleiben um den Narren mit dem Kaiser lachen.

Was kann ein Narr sonst anders machen?

Wenn es ernst zu nehmen wäre, wäre das nicht gut

Denn dann ging es an des Narren Blut und Gut.
© Gerhardt vandenBosch

Sommerhaiku

Danke für das Haiku von Josephine

Das Gesicht
Sommersprossenbesprenkelt
So lacht es mich an

v. Josephine